Aufruf:  Für einen respektvollen und diskriminierungsfreien Sportjournalismus

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Sport verbindet Menschen über Kontinente, Kulturen und Sprachen hinweg. Gerade deshalb tragen ehemalige Spitzensportlerinnen und Spitzensportler sowie Kommentatorinnen und Kommentatoren eine besondere Verantwortung für ihre öffentliche Sprache.

Wir wenden uns gegen die Aussage des Sportkommentators Sebastian Steinschweiger:

„Der afrikanische Fußball ist unorthodox, ein bisschen wild.“

Diese Aussage reduziert den Fußball eines gesamten Kontinents auf stereotype Zuschreibungen. Afrika besteht aus 54 Ländern mit einer großen Vielfalt an Spielweisen, Taktiken und Fußball Traditionen. Eine pauschale Charakterisierung als „wild“ reproduziert stereotype Vorstellungen und kolonial geprägte Bilder, die seit Jahrzehnten zur Abwertung afrikanischer Menschen beitragen.

Sport baut Brücken und verbindet Menschen über kulturelle Grenzen hinweg. Gerade Sportjournalistennen und Sportjournalisten tragen eine besondere Verantwortung, differenziert und respektvoll zu berichten.

Kritik an Spielweisen einzelner Mannschaften ist selbstverständlich legitim. Nicht akzeptabel ist jedoch die pauschale Charakterisierung eines gesamten Kontinents mit Begriffen, die historische rassistische Stereotype bedienen.

Wir fordern daher:

  • eine öffentliche Einordnung bzw. Entschuldigung für diese Aussage;
  • eine Sensibilisierung von Kommentatorinnen und Kommentatoren für diskriminierende und stereotype Sprache;
  • regelmäßige Fortbildungen zu Diversität und Antidiskriminierung im Sportjournalismus;
  • eine klare Haltung der verantwortlichen Redaktion gegen rassistische oder stereotype Darstellungen.

Fußball lebt von Respekt, Fairness und gegenseitiger Anerkennung. Diese Werte müssen auch die Sprache prägen, mit der über Mannschaften, Spielerinnen und Spieler sowie ganze Regionen der Welt gesprochen wird. _

Wir setzen uns für einen respektvollen Sportjournalismus ein, der Vielfalt anerkennt und Vorurteile nicht weiterträgt.

Keine Stereotype!  Respekt für den afrikanischen Fußball!. Respekt für Afrika.

  ©    ©Irene Appiah Vorsitzende der VMA

© Dr. Herzberger-Fofana                                                      

i.A. Im Auftrag der Vereinigung der Mandatsträger*innen Afrikanischer Abstammung

Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, M.A.

. Ehrenbürgerin der Stadt Erlangen 

–Ehemaliges  Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP)  a.D.-

-Ehemalige Co-Vorsitzende der  Intergruppe ARDI (Anti-Rassismus und   Diversität) des Europäischen Parlaments (2019–2024) www.herzberger-fofana.eu

Frau Irene Appiah, MdHB

Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft

Vorstandsvorsitzende  der VMA. Berlin e.V.

Mobil. 0176 77221199

Vereinigung der Mandatsträger*innen Afrikanischer Abstammung (VMA e.V. Berlin ist ein überparteilicher Verein in Deutschland, der Menschen afrikanischer Herkunft vernetzt und politisch fördert. Der Verband setzt sich für Chancengleichheit, Empowerment und den Abbau von strukturellem Rassismus ein. Ziele: Förderung der Schwarzen Community in der Politik auf lokaler, regionaler, Bundes- und Europaebene.

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